Sunday, April 26, 2009 7:27 AM Posted by Stoni

Geographie von Heute


Die Geographie von heute ist erst im 16. Jahrhundert entstanden. Sie wurde von Bartholomäus Keckermann (1571–1608) und Bernhard Varenius (1622–1650) gegründet. Die beiden Wissenschaftler gaben dem antiken Wissen eine Struktur, entwickelten spezielle Begriffe und räumliche Aufteilungen. Besonders in Deutschland, das an den räumlichen Erforschungen nicht teilnahm, entwickelte sich die Erdkunde als Wissenschaft besonders intensiv. Kopernikus(1473 – 1543) und Kepler(1571 – 1630) machten eine Reihe von Entdeckungen in der Astronomie. Es entstanden solche Disziplinen wie Geologie und Höhenkunde. Auch Kartographie machte Fortschritte, indem sie die alten Vorstellungen ablegte und zu den neuen Methoden griff. Deutscher Mathematiker Stöffler (gest. 1530) führte die sogenannte stereographische Gradnetz ein, die eine genaue Übertragung von Kugelflächen auf eine Ebene erlaubte.

Die Zeit der Aufklärung ist durch die wissenschaftliche Arbeiten von Johann Gottfried Herder (1744–1803), Georg Forster (1754–1794) und Anton Friedrich Büsching (1724–1763) geprägt. Der Letzte verfasste die elfbändige „Neue Erdbeschreibung“. Hier beschilderte er die Länder, die Bevölkerung, ihre wirtschaftliche Entwicklung und deren Zusammenwirkung. Die Weltentdeckungen wurden um diese Zeit rar, weil die Ursprungsländer ihre Handelsruten und Kolonien maximal ausgebaut haben. Deshalb widmete sich die Geographie der Erkundung von tieferen Prozessen. Die rein wissenschaftliche Forschungen und technische Verbesserungen gewannen an Bedeutung.