Definition
Ferdinand von Richthofen
(1833–1905) definierte die Geographie als
„Wissenschaft von der Erdoberfläche und den mit ihr
in ursächlichem Zusammenhang stehenden Dingen und Erscheinungen“.
Im 19. Jahrhundert entwickeln sich viele Nebendisziplinen der
Geographie. So wurde z. B. um diese Zeit Geodeterminismus
gegründet- Laut deterministischer Betrachtung wird die
wirtschaftliche und geistige Entwicklung eines Volkes durch das Klima
und geographische Besonderheiten des Landes beeinflusst. Mit Erfindung
des Thermometers und genauerer Messung der Meeresströmungen
wurde die nautische Meteorologie geboren. Die
größten Entdeckungen auf diesem Gebiet verdanken wir
A. V. Humboldt (1769–1859). Auch die
„Brückenwissenschaft“ Sozialgeographie
nimmt in dieser Zeit ihren Anfang.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Geographie zu einer Wissenschaft, die direkt mit dem Städtebau und räumlicher Entwicklung der Menschheit verbunden ist. Sie unterstützt eine Vielzahl von Nebenwissenschaften, wie Bodenkunde, Geodäsie oder Ozeanographie. Die Geographie ist nicht mehr auf bloße Beschreibung von Fakten begrenzt, sondern versucht, wissenschaftliche Erklärungen für diese Fakten zu finden.
Im 20. Jahrhundert entwickelte sich die Geographie zu einer Wissenschaft, die direkt mit dem Städtebau und räumlicher Entwicklung der Menschheit verbunden ist. Sie unterstützt eine Vielzahl von Nebenwissenschaften, wie Bodenkunde, Geodäsie oder Ozeanographie. Die Geographie ist nicht mehr auf bloße Beschreibung von Fakten begrenzt, sondern versucht, wissenschaftliche Erklärungen für diese Fakten zu finden.